HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Nadine Hoppmann Auch Kählkes Mini-Comeback hilft nicht: HSG vergeigt Kellerduell

Die Regionalliga-Handballer der HSG Nienburg verlieren auch gegen Cloppenburg. Steve Kählke gab ein Gastspiel, Anton Borowski holte sich eine blutige Nase.

Wer lief denn da auf, beim Spiel der HSG Nienburg gegen den TV Cloppenburg? Steve Kählke stand wieder auf der Regionalliga-Platte. Doch auch der erst im Mai verabschiedete Ex-Kapitän konnte nichts ausrichten: Die Meerbachspatzen vergeigten das Kellerduell 21:29 (10:19) und ließen ordentlich Federn.

Die Nienburger, die schon ohne Lasse Kock, Alexander Päßler und den noch angeschlagenen Paul Hildebrandt in die Partie gehen mussten, hatten Kählke aus der zweiten Mannschaft reaktiviert. Von einem Comeback wollte er allerdings nichts hören: "Da sind ein paar Wehwehchen in der Mannschaft, und wenn Not am Mann ist, dann helfe ich gerne aus", erklärte der Mitarbeiter der der Geschäftststelle der TSV Hannover-Burgdorf den Freundschaftsdienst für sein ehemaliges Team.

Naumann hätte gerne noch ein oder zwei Spieler aus dem Reserve-Team genommen, aber die spielten gleichzeitig ihr Spiel in Sehnde (und holten sich dort eine 19:37-Reibe ab). "Wir haben nicht so einen Riesenkader, wir müssen dann zusehen, dass wir Anleihen aus unserer zweiten Herren machen. Da bin ich immer dankbar, wenn das funktioniert", lobte Naumann.

Das Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Cloppenburg begann - wie so oft in dieser Saison - mit einem Fehlstart: Nach acht Minuten Spielzeit war den Meerbachspatzen noch kein Tor gelungen, den Cloppenburgern hingegen schon fünf. Die Gäste-Abwehr inklusive Keeper Marcel Baraniak hatte sich auf Nienburgs Torschützen Jakob Naumann exzellent eingestellt.

HSG-Rückraumshooter Anton Borowski sorgte für die Schrecksekunde im Spiel: Er blieb nach einer Abwehraktion mit einer blutenden Nase liegen und konnte fortan nicht mehr eingreifen. Ob er sich eine Fraktur der Nase zugezogen hat, sollen Untersuchungen am Montag zeigen.

Die Partie nahm auch mit Kählke auf dem Feld keine Wendung: Beim 8:15, spätestens aber beim 9:19 kurz vor der Pause sah man die Verzweiflung in den Augen der HSG-Männer. Immer wieder rannten sie sich in der starken Abwehr der Cloppenburger fest. Beim Gegner hingegen war fast jeder Wurf ein Treffer.

In der zweiten Hälfte stabilisierten sich die Spatzen. Tor um Tor kämpften sie sich heran und hielten das Ergebnis über 12:22, 16:26 und 21:28 noch im erträglichen Rahmen. Am Ende war die Hypothek aus Halbzeit eins aber zu hoch. Dass sein Team eine gute zweite Hälfte gespielt hatte, davon wollte Trainer Naumann nicht viel wissen. "Wir waren nicht richtig auf dem Feld und mit dem Kopf nicht dabei. Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", lautete sein Urteil.

Die Verunsicherung der Mannschaft führte Naumann auch auf die herbe 26:45-Pleite in Northeim in der Vorwoche zurück. "Gegen einen Gegner, der heute befreit aufspielt und bei dem vieles funktioniert, sind wir aus der Nummer nicht mehr herausgekommen", sagte der Coach, fand aber auch versöhnliche Worte: "Wir haben Situationen, die wir gut rausspielen. Es ist nicht alles schlecht, wir machen die Tore dann halt nicht."

Nächstes Spiel: Derby gegen HSG Schaumburg

Die Personaldecke der HSG wird immer dünner: Sollte nun auch noch Anton Borowski ausfallen, fehlen dem Tabellenzwölften drei Spieler. Samstag steht das Derby gegen die siebtplatzierte HSG Schaumburg an.

Statistik:

Buschhorn, Lüdersen - Kühlcke 6, Naumann 4, Meyer 3, Bergmann 2/1, Fiebiger 2, Hain 2, Kählke 2, Lengauer, Hildebrandt Borowski, Meierhans

Siebenmeter: 2 - 4

Zeitstrafen: 6 (Kählke 2x, Naumann 2x, Kühlcke, Fiebiger) - 5

Spielfilm: 0:5, 3:10, 5:13, 8:15, 10:19 (30.); 12:21, 14:25, 18:28, 20:28, 21:29 (60.)


Textquelle: "Die Harke"

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