Außer Spesen nichts gewesen
Handball-Regionalliga: HSG Nienburg verliert auch das zweite Saisonspiel. SV Alfeld siegt mit 32:23
Die neue Saison in der Handball-Regionalliga läuft für die HSG Nienburg weiterhin nicht wie erhofft. Auch die zweite Partie wurde deutlich verloren, mit 23:32 (11:16) gingen die "Meerbachspatzen" beim SV Alfeld unter und mussten dabei auch noch eine Verletzung hinnehmen. Nach dieser Partie und dem vorausgegangenen 22:39 gegen Burgdorf II in der Vorwoche rangiert Rot-Schwarz nun mit einer trostlosen Tordifferenz von minus 26 am Tabellenende.
Die Nienburger, die urlaubsbedingt auf Rückraum-Rechts Finn Kühlcke und Kreisläufer Kai Bergmann verzichten mussten, kamen denkbar schlecht in die Partie und lagen schon nach nicht einmal zehn Minuten mit 3:7 zurück. Dabei waren die Weserstädter mit einem guten Gefühl angereist, denn in der vergangenen Saison hatte man gegen den SVA in beiden Begegnungen gut ausgesehen. In Alfeld hatte sich Rot-Schwarz mit 32:21 und daheim mit 41:35 durchgesetzt.
Aufgrund des verpatzen Starts reagierte HSG-Trainer Tobias Naumann sofort und nahm seine erste Auszeit. "Wir haben das im Kollektiv nicht gut gelöst und hatten viel zu viele technische Fehler", sagte er rückblickend. Die Durststrecke beendete Kreisläufer Conrad Meierhans zum 4:8. Anton Borowski und Paul Hildebrandt brachten ihr Team in Schlagdistanz auf 6:8. Kurz keimte Hoffnung auf, aber Alfeld kam postwendend zurück und markierte ebenfalls Treffer um Treffer und zog zum 11:7 (20.) das Tempo wieder an. Als die Hausherren fünf Minuten vor der Pause auf 14:9 erhöhten, sehnten alle Nienburger nur noch schnell die Halbzeitpause herbei.
Der Alfelder Express rollte auch nach dem Seitenwechsel mit reichlich Dampf weiter. Acht Minuten nach Wiederanpfiff stand es 14:21 aus Nienburger Sicht. Der Zug war quasi schon abgefahren. Und es kam noch schlimmer: Die Nienburger fanden zu keiner Zeit mehr wirklich ins Spiel. Das 25:15 durch Alfelds Knut Stasch in der 43. Minute und das 30:17 durch Marlon Janik nach 50 Minuten zeigte die Überlegenheit der Hausherren in allen Bereichen, auf allen Positionen, in nahezu jeder Situation. Dem Naumann-Team fehlten auch die Wechselmöglichkeiten, da Linksaußen Johannes Hain mit einer Muskelverletzung gar nicht mehr eingesetzt werden konnte und Rückraumspieler Anton Borowski mit einer Kopfverletzung in der zweiten Halbzeit aus dem Match genommen werden musste.
Ergebniskosmetik
In den letzten Minuten der Partie konnten Paul Hildebrandt, Sommerneuzugang Luis Lengauer und Meierhans den Abstand immerhin noch einmal etwas verringern und so stand "nur" eine Neun-Tore-Niederlage auf der Anzeigetafel. "Wir haben die Abwehr aufgemacht, um einen neuen Impuls zu setzen. Aber wir haben in der Deckung keine Zweikämpfe gewonnen. Am Ende ist es okay, es haben alle bis zum Schluss gekämpft”, fasste Naumann zusammen und versuchte, immerhin etwas Positives aus dieser Auswärtspleite mitzunehmen.
Bereits am nächsten Samstag treffen die "Meerbachspatzen" vor heimischem Publikum auf den TvDH Oldenburg, der mit 2:2 Punkten gestartet ist (25:28-Niederlage bei der SG Achim-Baden, 25:16-Sieg gegen die HSG Grüppenbühren-Bookholzberg). Dann wäre es für die Weserstädter durchaus an der Zeit, die ersten zwei Punkte der noch jungen Saison einzufahren.
Statistik:
Buschhorn, Lüdersen - Naumann 3, Hildebrandt 8, Borowski 2, Lengauer 2, Meierhans 4, Kock 2/1, Fiebiger 2, Hain, Meyer, Päßler
Siebenmeter: 2/2 - 1/1
Zeitstrafen: 2 - 3 (Naumann 2x, Meyer)
Spielfilm: 2:2, 8:4, 12:7, 14:10, 16:11 (30.); 21:14, 25:15, 28:16, 30:20, 32:23 (60.)
Textquelle: "Die Harke"
