HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Nadine Hoppmann Beckdorf nutzt Nienburger Aussetzer eiskalt

HSG verliert beim SV Beckdorf - Trainer Tobias Naumann bemängelt fehlende Aggressivität

Die HSG Nienburg hat beim SV Beckdorf eine 31:39-Niederlage hinnehmen müssen. Vor allem zwei lange torlose Phasen zu Beginn beider Halbzeiten brachten die Nienburger entscheidend ins Hintertreffen. Dabei hatte es nach einer Leistungssteigerung vor der Pause noch ordentlich ausgesehen. Die Nienburger starteten nervös in die Partie, während Beckdorf sofort ins Tempo kam. Jonas Gerkens und Leon Petersen trafen in der Anfangsphase nach Belieben aus dem Rückraum. Die "Meerbachspatzen" fanden weder Zugriff in der Abwehr noch Lösungen im Angriff. Acht Minuten dauerte es, bis Johannes Hain mit einem Heber von Linksaußen den ersten Treffer erzielte und damit Mannschaft und Trainer erlöste.

"Wir haben zehn Minuten, in denen wir gar nicht da sind, und dann schießen wir 16 Tore in den letzten 20 Minuten", sagte HSG-Trainer Tobias Naumann nach der Partie und rang sichtlich nach einer Erklärung für die wiederkehrenden Schwächephasen. Mit dem ersten Tor löste sich die Anspannung. Paul Hildebrandt und Hain verkürzten, und Finn Kühlcke erzielte wenig später den Ausgleich zum 5:5. Zwar setzte sich Beckdorf wieder auf 8:5 ab, doch Nienburg blieb dran. Nach einer Auszeit traf Kühlcke dreimal in Serie, die HSG war in Schlagdistanz und zeigte, dass sie das Tempo mitgehen konnte. Über 12:12 und 15:15 entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, die mit einem 17:17-Pausenstand offen blieb.

Der Start in die zweite Halbzeit misslang der HSG komplett. Im Angriff lief nichts zusammen, klare Wurfchancen blieben ungenutzt, dazu kamen technische Fehler. Beckdorf nutzte die Schwächephase und zog mit einem 8:0-Lauf davon. Aus dem 17:17 wurde binnen weniger Minuten ein 17:25 - die Vorentscheidung. "Nicht zum ersten Mal haben wir im Wettkampf Aussetzer, in denen uns nichts gelingt. Wir lassen klarste Einwurfmöglichkeiten liegen, dann kommen technische Fehler dazu", sagte Naumann.

Erst in der 40. Minute beendete Jakob Naumann mit dem Treffer zum 18:25 die torlose Phase. Zu diesem Zeitpunkt war der Rückstand bereits groß, und die personellen Möglichkeiten waren eingeschränkt. Rückraumspieler Anton Borowski hatte wegen Schulterproblemen passen müssen, sodass die Alternativen im Angriff fehlten. Mit zunehmender Spielzeit ließ bei den Nienburgern die Kraft nach, die Würfe wurden ungenauer.

Zwar fing sich die HSG in der Schlussphase und zeigte ansehnliche Angriffe, doch die Hypothek aus den schwachen Minuten war zu groß. In der 49. Minute stellte Beckdorf auf 32:22 und damit auf zehn Tore Vorsprung. Den Schlusspunkt setzte Finn Kühlcke, der neun Treffer erzielte und damit bester Nienburger Werfer war.

Naumann vermisste neben der Konstanz die nötige Härte in der Defensive: "Es fehlte die Aggressivität in der Deckung. Du musst die Punkte mitnehmen, egal gegen wen du spielst. Das haben wir heute nicht geschafft." Für die HSG Nienburg bleibt nun Zeit, die Niederlage aufzuarbeiten. Am kommenden Wochenende ist die Mannschaft spielfrei, ehe am 28. Februar um 19.30 Uhr der MTV Großenheidorn zum Derby im "Spatzennest" erwartet wird. Dort will die HSG ein anderes Gesicht zeigen und über 60 Minuten hinweg präsent sein.

Statistik:

Buschhorn, Lüdersen - Kühlcke 9, Bergmann 1, Hildebrandt 3, Naumann 6, Kock 4/2, Hain 1, Meyer 3, Fiebiger 2, Päßler 1, Meierhans1, Borowski, Lengauer

Siebenmeter: 4/4 - 2/2

Zeitstrafen: 3 - 3 (Fiebiger, Meierhans, Päßler)

Spielfilm: 5:5, 10:8, 12:12, 16:16, 17:17 (30.); 25:17, 27:20, 32:22, 36:28, 39:31 (60.)


Textquelle: "Die Harke"

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