HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Philipp Keßler
Der letzte Kick fehlt

3.Handball-Liga: HSG Nienburg muss sich HSV Hannover mit 31:36 geschlagen geben

Das Warten hat kein Ende. Die HSG Nienburg bleibt auch nach dem vierten Spiel in der 3.Handball-Liga weiterhin punktlos. Dem HSV Hannover mussten sich die "Meerbachspatzen" am Ende mit 31:36 (16:20) geschlagen geben.

Trotz Altstadtfestes fanden zahlreiche Zuschauende den Weg am Samstagabend in die Meerbachhalle, nur wenige Plätze blieben leer. Doch die vielen Fans der Rot-Schwarzen mussten zunächst miterleben, wie ihre Lieblinge schnell in Rückstand gerieten. David Sauß traf nach 79 Sekunden zum 1:0, schon nach drei Minuten führten die Landeshauptstädter mit 3:1 und setzten damit ein erstes Ausrufezeichen.

Der HSV war der HSG nicht nur in Sachen Körperlichkeit um einiges voraus, sie performten ebenfalls mit schnellem Passspiel und stellten die Defensive der Gastgeber einige Male vor deutliche Probleme. Zwar ackerten Malte Grabisch & Co. in der Offensive fleißig, erspielten sich immer wieder schöne Angriffe und Tore, doch hinten fanden sie vor allem in der Anfangsphase viel zu oft kein Mittel, um das vielseitige hannoveraner Offensivspiel zu stoppen.

14.Minute, 11:6 für Hannover. HSG-Coach Carsten Thomas nahm wutentbrannt seine erste Auszeit - eine so deftige Ansage hatte man vom Trainer auch schon länger nicht mehr vernommen.

Doch es half nur bedingt, denn bis zur Pause blieb es beim deutlichen Rückstand, und hätte Keeper Tim Buschhorn nicht mit dem Pausengong noch einen Siebenmeter von Ole Klitzke gehalten, der Fünf-Tore-Rückstand hätte auch beim Seitenwechsel Bestand gehabt. So ging es mit 16:20 in die Kabinen.

Nach Wiederanpfiff wehrten sich die Nienburger nach Kräften, fanden in der Abwehr besseren Zugriff und blieben im Angriff effektiv. Speziell Linksaußen Alessandro Aiello erwischte einen Sahnetag, war am Ende mit sechs Buden treffsicherster HSG-Schütze.

Rund um die 50. Minute schienen die Hausherren die Gäste endgültig ins Wanken gebracht zu haben, sie verkürzten gar auf 29:30. Doch der Schein trog. Hannover besann sich seiner Stärken, profitierte von mehreren Fehlwürfen der Nienburger und preschte mithilfe von HSG-Kreisläufer Kai Bergmann, der sich seine dritte Zeitstrafe einhandelte (52.), schnell auf und davon. Fünf Zeigerumdrehungen später verkündete die Anzeigetafel ein 29:34 - die Vorentscheidung. Da half auch eine ganze Reihe von Buschhorn-Paraden nicht mehr. 31:36, Feierabend, und keine Siegesfeier auf dem Altstadtfest.

Coach Thomas fasste zusammen: "Wir mussten für jedes Tor hart schuften, das haben die Jungs aber wirklich gut gemacht. In der Abwehr hat vor allem im ersten Durchgang der Zugriff gefehlt. Schade, wir waren dran, doch dann hat der letzte Kick gefehlt."

Statistik:

Ende, L.Meierhans, Buschhorn 1 geh. 7m - Grabisch 4/2, K.Bergmann 1, Kühlcke 5, Niemeyer 3, Gudmundsson, Aiello 6, L. Bergmann 5, Kählke 4, C. Meierhans, Wrede 3, von Müller

Siebenmeter: 2/2 - 2/3

Zeitstrafen: 5 (Grabisch, K.Bergmann 3x, Niemeyer) - 3

Rote Karte: K.Bergmann (dritte Zeitstrafe)

Spielfilm: 1:1, 1:3, 4:6, 6:9, 8:12, 10:15, 14:19, 16:20 (30.); 18:24, 20:26, 25:28, 29:30, 29:34, 31:36 (60.)

Zuschauer: 250

Schiedsrichter: Cornelia Förster (Berlin) und Michaela Förster (Berlin)


Textquelle: "Die Harke"

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