HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Helge Nußbaum Der Umbruch der HSG Nienburg geht weiter

Handball-Regionalliga: Drei weitere Spieler gehen, dafür stehen fünf weitere Neuzugänge fest

Beim Handball-Regionalligisten HSG Nienburg werden im Sommer erneut einige Plätze in der Kabine frei und neu besetzt - der Umbruch der "Meerbachspatzen" geht weiter. Drei weitere Abgänge stehen fest, sechs Neuzugänge sind bereits fix. Ein, zwei weitere Namen könnten auf der Zugangsseite noch im "Spatzennest" landen.

Sieben Spiele stehen noch aus

Sportlich steht die HSG derzeit auf dem ersten Abstiegsplatz der Regionalliga: 19 Spiele, 10:28-Punkte. Doch der Blick auf die Tabelle zeigt auch: Zwei Zähler trennen die Rot-Schwarzen vom ersten Nichtabstiegsplatz, den aktuell TuS GW Himmelsthür mit 12:26-Punkten belegt. In den verbleibenden sieben Partien ist also noch alles drin. Bevor es am 28. Februar gegen den Tabellenzweiten MTV Großenheidorn weitergeht, hat die HSG eine Woche spielfrei - Zeit zum Durchatmen und Sortieren.

Personeller Umbruch geht weiter

Sortieren müssen die HSG-Verantwortlichen zuletzt und in Zukunft auch personell. Besonders schmerzt der Abschied von Torwart Tim Buschhorn. Den Schlussmann zieht es im Sommer aus beruflich-privaten Gründen Richtung Hildesheim, der Fahrtaufwand wäre schlicht zu groß geworden. Buschhorn kam zur ersten Drittliga-Saison der HSG-Vereinsgeschichte nach Nienburg, bildete damals das Torhütergespann mit Matthias Ende und Ludwig Meierhans - er spielte somit vier Jahre für die "Meerbachspatzen". Eine Entscheidung, "die er sich nicht leicht gemacht hat", sagt HSG-Trainer Tobias Naumann. "Sportlich wie menschlich wird Tim bei uns eine große Lücke hinterlassen", fügt Mitspieler Finn Kühlcke hinzu.

Auch Kreisläufer Alexander Päßler wird sein Kapitel bei den Rot-Schwarzen vorerst schließen, ein neuer Verein steht bei ihm allerdings ebenfalls noch nicht fest. Und dann ist da noch Jarne Aust: Vor zwei Jahren als hoffnungsvoller Linkshänder an die Weser beziehungsweise den Meerbach gekommen, mehrfach schwer an der Schulter verletzt, zuletzt Co-Trainer - nun zieht er einen Schlussstrich in Sachen Handball. Aust möchte selbst wieder aktiv Sport treiben, spielt künftig Volleyball im Raum Hannover. Naumann: "Für einen dauerhaften Trainerposten fühlt er sich noch zu jung, das kann ich verstehen. Volleyball sollte mit seiner lädierten Schulter allerdings noch gehen."

Bisher sechs Neue für die HSG

Den Abgängen stehen bislang sechs Zugänge gegenüber. Bereits vermeldet wurde Torben Böhlke von der HSG Auhagen/Stadthagen - mittlerweile steht er bei 130 Toren in der Landesliga. Hinzu kommt mit Niko Kelm (Rechtsaußen) ein Linkshänder von der HSG Heidmark aus der Oberliga Süd. Ein "Super-Typ", der auf Rechtsaußen neue Optionen eröffnen soll - auch taktisch, da Spieler wie Kühlcke dadurch wieder auf ihre angestammten Positionen rücken könnten.

Im Tor kehrt mit Lennard Rehberg ein bekanntes Gesicht zu den Rot-Schwarzen zurück. Der Keeper war in der Jugend bei GWD Minden und der TSV Burgdorf ausgebildet worden, spielte zuletzt schon einmal in Nienburg, ehe ihn sein Studium zu einer Pause zwang. Nun hat er wieder "richtig Bock" und soll behutsam an den Herrenbereich herangeführt werden.

Für die Zukunft steht Paul Schröder, Jahrgang 2008. Der Rückraumspieler kommt von der HSG Verden-Aller und bleibt per Doppelspielrecht noch ein Jahr in der dortigen A-Jugend-Oberliga aktiv. Trainieren wird er bei beiden HSG‘s, Spielpraxis soll er ebenfalls dort sammeln, wo es passt und der Spielplan hergibt. Naumann: "Paul ist ein Perspektivspieler mit Tempo und Mut."

Aus der eigenen Zweitvertretung rücken Leon Schwermann-Jäger für den Rückraum und Kreisläufer Eliah Schulz auf. Letzterer soll gemeinsam mit Conrad Meierhans und Kapitän Kai Bergmann ein Dreiergespann am Kreis bilden. Die Kaderbreite wächst somit bei der HSG Nienburg - trotz des erneuten Umbruchs.

In den vergangenen drei Jahren haben somit rund 13 Spieler den Verein verlassen - es ist bereits der dritte große personelle Einschnitt in Folge für die HSG. Eine halbe Mannschaft pro Saison, wenn man so will, ein Brett für ein Handball-Team. Zunächst zählt es nun aber erstmal alles in Sachen Klassenerhalt in die Waagschale zu werfen - zwei Punkte Rückstand sind kein Abgrund, sondern eine Aufgabe, die den "Meerbachspatzen" durchaus zuzutrauen ist.


Textquelle: "Die Harke"

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