HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Nadine Hoppmann Dezimierte HSG Nienburg überzeugt mit Kampfstärke

Handball-Regionalliga: Trotz Autopanne und Krankheit gelingt Remis in Achim

Die Regionalliga-Handballer der HSG Nienburg spielten am Samstagabend beim bisher noch verlustpunktfreien, starken Aufsteiger SG Achim-Baden 28:28 (12:16). Und das ist vor allem für HSG-Kapitän Finn Kühlcke und sein Team ein gewonnener Punkt.

Die Vorzeichen für dieses Match standen denkbar schlecht und hätten auch für drei Spiele gereicht. Doch alles der Reihe nach: Durch Urlaub fehlten Kai Bergmann und Nico Fiebiger. Dann fiel auch Trainer Tobias Naumann erkrankt aus. Naumann, früher lange Coach in Achim, hätte sicher noch den ein oder anderen Tipp parat gehabt. Als I-Tüpfelchen blieb Johannes Hain mit einer Autopanne auf dem Weg nach Achim liegen. Unterm Strich stand der HSG nur ein gesunder Auswechselspieler zur Verfügung.

Doch auch davon ließen sich die "Meerbachspatzen" nicht abhalten und starteten engagiert und kampfstark. Über 3:3 und 6:6 verlief die Anfangsphase ausgeglichen, ehe die Gastgeber mit einem 4:0-Lauf auf 10:6 davonzogen. "Da hatten wir hastige Abschlüsse und die Achimer liefen drei Tempogegenstöße", erklärte Kühlcke, der selbst noch nicht fit ist, sich aber in den Dienst der Mannschaft stellte.

Nienburg stabilisierte sich durch eine offenere Abwehr mit defensivem Mittelblock. Anton Borowski und Jakob Naumann verkürzten, doch zur Halbzeit stand wieder ein Vier-Tore-Rückstand.

Drei Minuten nach Wiederanpfiff machten sich die fehlenden Wechseloptionen bemerkbar, Achim zog auf 18:12 davon. Doch Aufgeben war keine Option. Mit letzten Kräften kämpften sich die Meerbachspatzen heran. Lukas Meyer traf zum 19:20, der Achimer Coach nahm eine Auszeit - noch knapp 18 Minuten.

Die Rot-Schwarzen ließen sich nicht mehr abschütteln, spielten wie im Rausch, Torhüter Tim Buschhorn vernagelte das Tor. Als Kock zum 24:24 ausglich und Kühlcke die erste Nienburger Führung erzielte, gab es auf der Bank kein Halten mehr. Fünf Minuten vor dem Ende kassierte Borowski eine Zeitstrafe, Achim führte 27:26 - doch Jakob Naumann glich aus. Der Aufsteiger legte noch einmal vor, aber Borowski konterte zum 28:28-Endstand.

Statistik:

Buschhorn, Lüdersen - Kock 7/3, Borowski 6, Meierhans 4, Naumann 4, Meyer 3, Hildebrandt 2, Päßler 1, Kühlcke 1, Lengauer

Siebenmeter: 5/5 - 3/3

Zeitstrafen: 6 - 2 (Borowski, Meierhans)

Spielfilm: 3:3, 6:6, 11:7, 14:9, 16:12 (30.); 18:12, 20:17, 21:20, 24:24, 28:28 (60.)


Textquelle: "Die Harke"

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