Ehrung: "Wir stehen vor einer Institution"
Jürgen "Yogi" Ohland und sein prägender Einsatz für den Handball
Mehr als 60 Jahre Einsatz für den Handball: Die HSG Nienburg hat Jürgen "Yogi" Ohland mit einer bewegenden Laudatio für sein außergewöhnliches Lebenswerk geehrt. "Wir stehen heute nicht nur vor einem Jubilar, sondern vor einer Institution", hieß es in der Ansprache. Kaum jemand habe den Handball im Landkreis so nachhaltig geprägt wie der Nienburger, schwärmte der Laudator.
1972 Sportler des Jahres
Bereits Anfang der 1970er-Jahre machte sich Ohland einen Namen. 1972 wurde er mit großem Vorsprung zum "Sportler des Jahres" gewählt. Schon damals galt er nicht nur als herausragender Handballer des ASC Nienburg, sondern auch als engagierter Förderer junger Talente.
Jugendlich an den Handball herangeführt
Über Jahrzehnte hinweg führte er Generationen von Jugendlichen an den Handball heran - sportlich wie menschlich. Viele spätere Trainer, Funktionäre und Schiedsrichter fanden durch seine Unterstützung ihren Weg in verantwortungsvolle Aufgaben im Verein und darüber hinaus. Auch an der strukturellen Entwicklung des regionalen Handballs war er entscheidend beteiligt. Als 2003 die JSG gegründet wurde, die als Keimzelle der heutigen HSG Nienburg gilt, gehörte er zu den treibenden Kräften. In den folgenden Jahren wuchs die Spielgemeinschaft durch weitere Vereine aus dem Landkreis stetig weiter. Zudem wirkte Jürgen Ohland an der Gründung des Fördervereins "Freunde der HSG Nienburg" mit, der den regionalen Handball bis heute unterstützt.
Ohlands Engagement für Nachwuchstalente
Als Spielwart blieb "Yogi" über viele Jahre eine feste Größe im Vorstand. Sein besonderes Augenmerk galt immer der Jugendarbeit. Seit mehr als 60 Jahren steht er als Jugendtrainer in den Sporthallen der Region, insbesondere in der Meerbachhalle, die für viele als sein sportliches Zuhause gilt. Große Bedeutung hatte sein Einsatz an Schulen. Durch Kooperationen mit der Friedrich-Ebert-Schule sowie weiteren Grund- und weiterführenden Schulen brachte er viele Kinder erstmals mit dem Handball in Kontakt. "Bei uns spielt man Handball", sagte einst Schulleiter Matthias Jentsch bei der Einschulung der Friedrich-Ebert-Schule - ein Satz, der eng mit Ohlands Engagement verbunden wird.
Über Niedersachsen hinaus Ansprechpartner
Ohland organisierte und begleitete nationale und internationale Turnierfahrten, unter anderem nach Oslo und Esbjerg, und war weit über Niedersachsen hinaus ein geschätzter Ansprechpartner. Im Jahr 2008 wurde er in die Hall of Fame aufgenommen. Für viele in der HSG Nienburg steht fest: Ohne Jürgen "Yogi" Ohland wäre der Handball im Landkreis heute nicht das, was er ist.
Textquelle: "Die Harke"
