HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Nadine Hoppmann Emotionales Duell mit bitterem Ende

Handball-Regionalliga: HSG Nienburg unterliegt dem VfL Hameln in einem packenden Fight mit 34:36

Anton Borowski sieht nach drei Minuten nach einer Rangelei Rot. Finn Kühlcke und Kai Uwe Bergmann glänzen als starke Torschützen. Torwart Buschhorn hält fünf Siebenmeter und zeichnet sich als großer Rückhalt aus. Dennoch unterliegen die Regionalliga-Handballer der HSG Nienburg in heimischer Halle mit 34:36 gegen den VfL Hameln.

In der insgesamt ruppigen Partie schenken sich beide Teams nicht. Zwei Rote Karten und zwölf Zeitstrafen sind das Ergebnis. Malte Grabisch hilft in seinem alten Team aus und ist viermal erfolgreich. Nach einer verwachsten ersten Halbzeit, in der das Nienburger Team schon mit fünf Toren zurücklag, kämpften sich die Nienburger zurück, stehen am Ende aber wieder ohne Punkte da.

Als nach 60 intensiven Minuten die "Auswärtssieg"-Rufe der Hamelner durch die Meerbachhalle hallten, standen die Nienburger enttäuscht auf dem Spielfeld. Aber von Anfang an.

Youngster und erfolgreichster Torschütze Anton Borowski erzielte in der ersten Spielminute den ersten Treffer des Spiels. Zwei Minuten später, nach einer Rangelei mit dem Hamelner Andreas Lüer, die an der Bank der Gäste endete, endete auch für Borowski die Partie schon früh. "Wir haben uns gerangelt, er bekommt zwei Minuten, ich bekomme Rot", fasst Borowski diesen Tiefschlag für sein Team zusammen.

Über 3:5 und 3:8 in der 13. Minute wächst der Vorsprung der Gäste an. Dabei hatten auch die Gastgeber ihre Chancen und brachten die vors Hamelner Tor, nur war der Abschluss mangelhaft. "Wir bauen uns selbst eine Mauer, indem wir die Möglichkeiten, die wir haben, einfach nicht reinmachen. Das ist genauso unerklärlich wie letzte Woche, wo wir in Überzahl das nicht so gut machen. Da haben wir uns selbst ein Bein gestellt", kann sich HSG-Trainer Tobias Naumann nur wundern. Aber auch die vielen Zeitstrafen auf beiden Seiten ließen keinen wirklichen Spielfluss aufkommen.

Wieder einmal konnten sich die Meerbachspatzen bei ihrem starken Keeper Tim Buschhorn bedanken, der mit zahlreichen Paraden dafür sorgte, dass der Rückstand nicht noch höher ausfiel. Bis kurz vor der Pause hatten sich die Gastgeber auf zwei Tore herangekämpft, denn wenn sie ins Tempospiel gingen, dann hatten sie ihre Chancen. Als Paul Hildebrandt eine Zeitstrafe auf der Bank absaß und die HSG mit dem siebten Feldspieler agierte, gelangen den Hamelnern zwei leichte Kontertore. Mit einem Vier-Tore-Rückstand ging es in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel bot die HSG ein anderes Spiel. Angeführt vom starken Finn Kühlcke und von Kai Uwe Bergmann, der am Kreis ackerte, kämpfte sie sich heran. Bergmanns 21:22-Anschlusstreffer per Siebenmeter neun Minuten nach Wiederanpfiff ließ die Meerbachhalle beben.

In der 39. Minute flog dann auch der Hamelner Andreas Lüer nach einem Foul an Paul Hildebrandt mit einer Roten Karte vom Platz. Der 24:24-Ausgleich ging auch auf das Bergmann-Konto - und Aushelfer Malte Grabisch erzielte in der 45. Minute die erste Führung in der zweiten Halbzeit für sein Team. Ab da standen die Vorzeichen besser für die Meerbachspatzen, denn jetzt waren die Hamelner die Jäger und mussten dem Rückstand hinterherlaufen.

Vorsprung der HSG hält bis zur 50. Minute

Bis zur 50. Minute hielt der Vorsprung (30:29), ehe die Hamelner wieder vorne lagen. Angepeitscht von den Fans erzielte Grabisch in der 58. Minute den 33:34-Anschlusstreffer, kassierte aber mit der nächsten Abwehraktion eine Zeitstrafe. In den letzten zwei Minuten in Unterzahl konnten die Spatzen keine Akzente mehr setzen und mussten die Niederlage hinnehmen.

Trainer Tobias Naumann empfand die Niederlage als bitter, haderte aber auch mit den Entscheidungen der Schiedsrichter. "In der zweiten Halbzeit kämpfen wir aufopferungsvoll. Arbeiten gut in der Abwehr - und dann reichte es leider am Ende nicht. Wir scheitern auch an uns selbst. Wir haben mit Tim einen überragenden Torhüter. Wenn wir unsere Dinger reinmachen, dann sieht das am Ende anders aus."

Auf diese Leistung kann die HSG aufbauen und am nächsten Wochenende geht es zum Tabellenachten den MTV Vorsfelde, wo man sich etwas ausrechnen kann.

Statistik:

Buschhorn 5 geh. 7m, Lüdersen - Kühlcke 9, Bergmann 8/3, Hildebrandt 4, Grabisch 4, Naumann 3, Hain 3, Borowski 1, Meyer 1, Fiebiger 1, Lengauer, Meierhans

Siebenmeter: 3/3 - 1/6

Zeitstrafen: 7 (Bergmann, Grabisch, Kühlcke, Hain, Hildebrandt, Lengauer, Meierhans) - 5

Rote Karte ohne Bericht: Borowski (3.)

Spielfilm: 3:5, 5:10, 9:13, 12:15, 14:18 (30.), 18:20, 24:24, 29:29, 30:31, 33:34 (60.)


Textquelle: "Die Harke"

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