HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Helge Nußbaum Endspiel im Tabellenkeller

Die Regionalliga-Handballer der HSG Nienburg brauchen beim TuS GW Himmelsthür dringend einen Sieg

Die Ausgangslage ist klar - und sie ist durchaus sehr brisant: Für die Regionalliga-Handballer der HSG Nienburg steht am Sonnabend das richtungsweisende Spiel im Abstiegskampf an. Die "Meerbachspatzen" reisen als Tabellenvorletzter (10:30-Punkte) zum Drittletzten TuS GW Himmelsthür (14:26) - der Anwurf im Hildesheimer Stadtteil erfolgt um 16.45 Uhr.

Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Spitzenteams steht für die Rot-Schwarzen von Trainer Tobias Naumann praktisch nur ein Ergebnis zur Diskussion: ein Sieg. Sollte die Naumann-Sieben verlieren, wäre Himmelsthür bei dann noch fünf ausstehenden Partien bereits sechs Punkte enteilt - ein kaum noch aufzuholender Rückstand, wenn man sich die bisherige Saisonbilanz der Rot-Schwarzen anschaut.

Dabei verkauften sich die Nienburger zuletzt durchaus ordentlich gegen den Aufstiegsaspiranten MTV Großenheidorn (26:31) und hielten lange gut mit. Hinter einer stabilen Abwehr zeigte Torhüter Tim Buschhorn eine starke Leistung und parierte drei Siebenmeter. Zur Pause lag die HSG nur knapp mit 12:13 zurück. Erst nach dem Seitenwechsel setzte sich der Favorit ab - auch, weil sich bei den Rot-Schwarzen erneut ein altes Problem zeigte.

"Wir haben eigentlich einen ganz guten Wettkampf geliefert", sagt Naumann rückblickend im HARKE-Gespräch. "Aber wir sind schwerpunktmäßig an uns selbst gescheitert - an unserer Abschluss-Performance." Zu viele technische Fehler und ausgelassene Chancen verhinderten, dass die HSG das Spiel länger offenhalten konnte. "Wir müssen in den Abschlusssituationen kaltschnäuziger sein und das Ding einfach im Tor unterbringen."

In Himmelsthür wartet nun ein direkter Konkurrent, der seine Stärken vor allem im Rückraum hat. Besonders achten müssen die Nienburger auf Torjäger Justus Krumwiede (121 Treffer), der im Hinspiel fehlte, sowie auf Maximilian Hollstein (95) und Florian Most (87). Naumann: "Das sind ihre tragenden Säulen im Angriff." Personell gibt es bei den Gästen kleinere Fragezeichen. Alexander Päßler fällt aus, Kreisläufer Conrad Meierhans kehrt möglicherweise erst kurzfristig von einer Studienfahrt zurück. Dafür dürfte Paul Hildebrandt nach seinem kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfall wieder zur Verfügung stehen.

Ein Hoffnungsschimmer bleibt auch das Hinspiel: Ende Oktober gewann die HSG im "Spatzennest" mit 38:22. Allerdings relativiert Naumann das Ergebnis: "Damals haben bei ihnen zwei Leistungsträger gefehlt. Das darf man nicht überbewerten." Klar ist aber auch: Mit einem Erfolg könnten die "Meerbachspatzen" im Tabellenkeller wieder auf Tuchfühlung zum Nichtabstieg gehen. "Wenn wir gewinnen, rutschen wir ein Stück ran - und dann kann das Ganze bis zum Saisonende noch einmal richtig spannend werden."


Textquelle: "Die Harke"

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