HSG bleibt zehn Minuten ohne Tor
Handball-Regionalliga: Niederlage für Naumann-Team in Vorsfelde
Die HSG Nienburg hat in der Handball-Regionalliga die nächste Niederlage kassiert. Beim MTV Vorsfelde verlor die HSG mit 29:34 (15:18). Spielentscheidend waren zehn Minuten ohne eigenes Tor.
Weit weg waren die Gäste nicht von einem Punkt. Doch am Ende setzte sich die Gastgeber durch und vergrößerte die Sorgen der Nienburger, die um Conrad Meierhans bangen, der mit einer Verletzung am Knie ausschied. Eine Diagnose steht noch aus.
Nienburger starten schlecht ins Spiel
Das Spiel begann mit einem Fehlstart der Nienburger. Vorsfeldes Rückraumshooter Lasse Giese erzielte nach vier Minuten bereits das 4:0 für die Gastgeber. Das erste Nienburger Tor fiel nach fünf Minuten durch Finn Kühlcke (1:4). Nienburg tat sich im Angriff schwer und produzierte mehrfach technische Fehler.
Die Gastgeber hatten sich gut auf den HSG-Rückraum eingestellt. Die Gäste liefen in der ersten Halbzeit permanent einem Rückstand hinterher: Über 6:11 (18.) und 8:15 (23.) verkürzten die Schützlinge von Coach Tobias Naumann bis zum Halbzeitpfiff auf 15:18. "Wir kommen etwas besser rein. Wir hatten am Anfang versucht, mit den großen Jungs in der Deckung zu kämpfen. Das ist nicht das, was wir wollen und können. Wir lassen auch zu viele Bälle liegen."
Jakob Naumann mit einem Doppelpack, Finn Kühlcke und Conrad Meierhans hatten die Gäste zur Pause herangebracht. Meierhans verletzte sich bei einem Torwurf am Knie, als er mit Vorsfeldes Torhüter zusammenprallte. Für ihn war das Spiel danach beendet. "Da müssen wir abwarten, ob es nur ein Pferdekuss oder mehr ist", sagt der Trainer.
Team gibt sich nicht auf
Für die Wende in der ersten Halbzeit reichte der Zwischenspurt nicht. Auch eine doppelte Überzahl blieb ungenutzt. In der zweiten Halbzeit, in der Steve Kählcke eingesetzt wurde, verkürzten die Nienburger Tor und Tor.
Beim Stand von 18:21 drückte die Gäste aufs Tempo und zwangen den Gegner zu Fehlern. Die Fehler der Vorsfelder wurden in dieser Phase eiskalt ausgenutzt. Mit einem 5:2-Lauf stellte die HSG auf 23:23-Unentschieden. 13 Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als Kai Bergmann ins leere Vorsfelde-Tor zum Ausgleich traf.
Nach dem Ausgleich gingen den Gästen die Kräfte aus. Zehn torlose HSG-Minuten brachten die Gastgeber auf die Siegerstraße: "Uns fehlen die einfachen Tore aus der ersten Halbzeit. Wir sind dran und haben zwei Schiedsrichterentscheidungen gegen uns. Dann spielt Vorsfelde mit dem siebten Feldspieler und nutzt die Qualität in der Breite des Kaders. Wir haben die Körner in der Aufholjagd gelassen."
Steve Kählke gelang sechs Minuten vor dem Schlusspfiff der nächste HSG-Treffer zum 25:29. Zu spät, um dem Spiel noch eine Wende zu geben.
"Wir haben die Rückraumspieler Lasse Giese und Jakob Nowak gut im Griff und hatten Chancen, konnten diese aber nicht in Tore ummünzen. Das ist schade für die Jungs, weil sie eine gute Trainingswoche hatten. Die Jungs wären mal dran, dass sie sich belohnen. Ich glaube, wenn wir so weitermachen, werden wir uns belohnen", sagt Tobias Naumann.
Eine Chance hat die HSG in diesem Jahr noch: Am Samstag steht das erste Rückrundenspiel bei der TSV Hannover-Burgdorf II auf dem Spielplan. Danach geht es in die Weihnachtspause.
Statistik:
Buschhorn, Lüdersen - Kühlcke 6, Bergmann 6/3, Hildebrandt 3, Naumann 3, Hain 1, Borowski 1, Meyer 1, Fiebiger 2, Kählcke 2, Lengauer 2, Schweermann-Jäger 1, Meierhans 1
Siebenmeter: 1/1 - 3/3
Zeitstrafen: 2 - 1 (Bergmann)
Spielfilm: 4:0, 8:4, 13:8, 15:11, 18:15 (30.) ;21:18, 23:23, 28:23, 30:25, 33:29 (60.)
Textquelle: "Die Harke"
