HSG geht das Personal aus
Handball-Regionalliga: Nienburger kassieren auch gegen Oldenburg eine Klatsche
Auch im dritten Saisonspiel gelang der HSG Nienburg kein Sieg. Gegen den TvdH Oldenburg setzte es eine 23:40 (9:16)-Heimpleite. Somit stehen die „Meerbachspatzen“ weiterhin punktlos am Tabellenende der Regionalliga. Dabei hatten sie sich einiges vorgenommen. Aber sie trafen auf einen genauso motivierten Gegner.
HSG-Trainer Tobias Naumann stellte eine stabile Abwehr mit Paul Hildebrandt und Conrad Meierhans im Mittelbock dagegen. Aber die Hausherren starteten schlecht und lagen nach sieben Minuten mit 1:4 zurück. Als dann auch Lasse Kock und Jakob Naumann ihre Zeitstrafen auf der Bank verbüßten, schwante den Zuschauern in der Meerbachhalle schon Böses. Zwischen der 15. und 24. Minute gelang den Hausherren kein Tor und die Oldenburger zogen mit einem 4:0-Lauf auf 12:4 davon. In der letzten Minute der ersten Hälfte dann ein Schreckmoment, als sich Kapitän Finn Kühlcke bei einer Angriffsaktion am rechten Fuß verletzte. Kühlcke, der in der zweiten Halbzeit nicht mehr eingesetzt werden konnte, musste nach Spielende ins Krankenhaus.
Die Sorgenfalten auf Naumanns Gesicht wurden auch in der zweiten Hälfte nicht weniger. Schnell gerieten sie in Unterzahl und die Oldenburger nutzten immer wieder die technischen Fehler des Nienburger Angriffs, um schnelle Tore im verwaisten HSG-Tor unterzubringen. Oldenburg spielte seinen Stiefel herunter und erzielte Tor um Tor. “Wir haben dann aufgemacht, weil wir dachten, wir kriegen damit mehr Bälle, das hat nicht so gut funktioniert“, sah auch der Coach diese Chance verpuffen.
Die Partie war längst zugunsten der Gäste entschieden. Als sich dann auch noch Rückraumspieler Jakob Neumann am Knöchel verletzte, gingen den Hausherren langsam die Spieler aus. Also musste Johannes Hain auf die ungewohnte Rechtsaußen-Position, wo ihm sogar ein Tor gelang. Für einen Rechtshänder aus dieser Position nicht ganz so einfach. „Wir haben 27 Fehlwürfe und 13 technische Fehler. Wir laufen quasi 40-mal nach vorn und werfen die Bälle weg. Dagegen stehen 23 Tore, das reicht am Ende nicht“, sagte Naumann.
Statistik:
Buschhorn, Lüdersen - Kock 8/2, Borowski 7, Fiebiger 3/1, N.Schwermann-Jäger 1, Hain 1, Kühlcke 1, Meierhans 1, Naumann 1
Siebenmeter: 3/5 - 2/2
Zeitstrafen: 5 (Hildebrandt 2x, Kock, Meierhans, Naumann) - 3
Spielfilm: 2:6, 4:8, 4:12, 7:14, 9:16 (30.); 12:20, 14:25; 18:30, 20:35, 23:40 (60.)
Textquelle: "Die Harke"
