HSG Nienburg bereit für den Saisonstart
Handball: Der Regionalligist gewinnt sein letztes Testspiel mit 37:29 gegen den TuS Vinnhorst II
Im letzten Testspiel gegen die Zweitvertretung des TuS Vinnhorst zeigten die Regionalliga-Handballer der HSG Nienburg vor heimischer Kulisse eine gute Frühform und siegten mit 37:29 (18:13).
Der Anfang der Partie war leicht holprig, und die Männer von HSG-Trainer Tobias Naumann kamen etwas schwerer in die Partie. "Wir haben in der ersten Halbzeit noch viele leichte Fehler im Aufbauspiel gehabt, die da nicht hingehören." Den ersten Treffer der Partie erzielten die Gäste, ehe die Gastgeber über 2:1 auf 5:2 stellten. Eine frühe Auszeit in der fünften Spielminute durch Vinnhorsts Trainer Dr. Thomas Grießkamp fruchtete. Die Gäste kamen, begünstigt durch einige Abspielfehler der HSG-Spieler, auf 5:5 heran. So nah sollte der Gegner aus der Oberliga während des gesamten Spiels nicht noch einmal rankommen. Naumann, der auch hörbar unzufrieden mit der Leistung seines Teams war, erhöhte die Schlagzahl. Sein Team setzte sich über 7:5 (11.) und 9:6 (15.) auf 11:7 neun Minuten vor der Halbzeit ab.
Der Fünf-Tore-Vorsprung zur Halbzeit hatte auch noch in der 35.Minute (20:15) Bestand. Die Gastgeber imponierten mit einem schnellen Abwehr-Angriff-Umschaltspiel, das die Vinnhorster nicht mitgehen konnten. Naumann nahm überraschend schon nach fünf Minuten eine Auszeit, aber auch die zeigte Erfolg. Sein Team erzielte danach drei schnelle Tore. Gestützt auf eine starke Torwartleistung von Jonas Lüdersen setzte sich die HSG auf 28:20 ab.
In den letzten 15 Minuten der Partie war das Offensivspiel der HSG nicht mehr zu stoppen. Auch eine Sieben-gegen-sechs-Variante der Vinnhorster ließ die starke Nienburger Abwehr nicht wanken. Zehn Minuten vor dem Ende stand ein Zehn-Tore-Vorsprung auf der Anzeigetafel in der Meerbachhalle. Und Naumanns Unzufriedenheit wich einem zufriedenen Grinsen - auch wenn er den zweistelligen Vorsprung gerne über die Zeit gerettet hätte. Dass am Ende "nur" ein Acht-Tore-Vorsprung heraussprang, lag auch an dem hohen Tempo der zweiten Hälfte und noch schweren Beinen aus der Vorbereitung.
"Ich bin mit der zweiten Halbzeit tendenziell ein bisschen mehr zufrieden. Wir sind kämpferisch besser da gewesen, haben dann auch gegen die offensivere Abwehr eine gute Lösung gefunden. Insgesamt bin ich jetzt am Ende ein bisschen unzufrieden, dass der Gegner auf acht Tore rankommt. Wir haben da zwei bis drei Sachen nicht mit der letzten Konsequenz zu Ende gespielt. Aber ich kann mit dem Ergebnis sehr gut leben", zeigte sich HSG-Trainer Naumann nach der Partie versöhnlich. "Wichtig war jetzt für mich, ein paar Dinge auszuprobieren. Die Erwartungshaltung war jetzt nicht, dass wir hier mit 20 Toren gewinnen. Dafür können die Jungs auch alle gut Handball spielen."
Für die Saison hat sich die HSG vorgenommen, es nicht so spannend zu machen wie im letzten Jahr. "Es war lange offen, ob wir den Klassenverbleib schaffen oder nicht."
Textquelle: "Die Harke"
