HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Helge Nußbaum
HSG Nienburg hat noch zu viel Respekt

3.Handball-Liga: Bei den Mecklenburger Stieren Schwerin verlieren die "Meerbachspatzen" mit 26:29

Drittes Spiel, dritte Niederlage in der 3.Liga. Die Handballer der HSG Nienburg waren in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern jedoch wieder deutlich näher an ihrem ersten Punktgewinn in der neuen Spielklasse, als in der Vorwoche gegen die HSG Ostsee. Am Ende mussten die "Meerbachspatzen" von HSG-Trainer Carsten Thomas den Mecklenburger Stieren aus Schwerin zum 29:26 (16:12)-Heimsieg gratulieren.

HSG Nienburg hellwach

Die Rot-Schwarzen zeigten sich zu Beginn noch hellwach und Steve Kählke markierte nicht nur das 1:0 (3.), sondern auch das 2:1 (6.) - Marin Wrede war dann gar mit dem 3:1 (7.) zur Stelle. In der Folge ließen die Nienburger jedoch ihr Tempospiel bis zur Halbzeitsirene vermissen und das 4:3 (8.) von Finn Kühlcke, sollte die letzte Führung der HSG bleiben. Beim Stand von 9:9 (18.) glichen die Rot-Schwarzen noch einmal aus - Torschütze war HSG-Keeper Tim Buschhorn, der einen Ball fing und sofort ins leere Schweriner Tor warf. Bis zur 20 Minute ließen sich die "Meerbachspatzen" nicht abschütteln, doch Schwerins Tobias Grämke brachte seine Stiere kurz darauf erstmals mit drei Toren in Front - 13:10 (23.). Nun hatte die HSG wieder eine kurze Schlafwagen-Phase, wie in der Woche zuvor gegen die HSG Ostsee. Die Heimsieben zog bis zur Pause auf 16:12 davon. Thomas: "Das darf uns so nicht passieren. Wir müssen schnell lernen, dass in dieser Liga jeder Fehler sofort bestraft wird. Dieser Vier-Tore-Rückstand hätte nicht sein müssen."

"Meerbachspatzen" wieder dran

Nach dem Seitenwechsel pirschten sich die "Meerbachspatzen" langsam wieder heran und baten die Stiere zum Tanz. Kählke brachte die Nienburger auf zwei Tore heran 17:19 (37.). Die Rot-Schwarzen wollten nun mehr, wurden jedoch etwas hektisch und leisteten sich einfache Fangfehler. Thomas: "Das war wirklich untypisch für meine Mannschaft. In dieser Phase haben wir mehrfach die Chance, wieder auf ein Tor heranzukommen, und machen dann doofe Fehler." Auch die Schiedsrichter waren an diesem Abend nicht unbedingt auf der Seite der Jungs von der Weser - jede strittige Entscheidung wurde zugunsten der Hausherren entschieden. Am Ende standen für die Stiere stolze neun Siebenmeter zu Buche, von denen Nienburgs Torwart Ludwig Meierhans drei entschärfte.

Thomas kämpferisch

Beim Stand von 21:23 (48.) musste HSG-Kreisläufer Kai Bergmann für zwei Minuten die Platte verlassen und das nutzten die Stiere für eine Art Vorentscheidung, sie zogen durch den Kroaten Matija Golik und den tschechischen Rechtsaußen Miroslav Nedoma mit 25:21 (50.) davon. Davon erholten sich die Nienburger nicht mehr und mussten in die 26:29-Niederlage einwilligen. "Dieses Spiel dürfen wir eigentlich nicht verlieren, hier müssen wir etwas mitnehmen - das war einfach ärgerlich. Wir haben es uns aber selbst versaut", sagte ein geknickter Carsten Thomas nach Spielende im HARKE-Gespräch, um aber gleich nachzuschieben: "Wir haben gesehen, dass wir in dieser Klasse mithalten können und müssen einfach unseren Respekt ablegen. Wenn wir dann noch unser Tempospiel auf die Platte bringen, dann kommen die Punkte schon irgendwann. Am besten gleich nächsten Samstag beim Altstadtfest-Heimspiel gegen den HSV Hannover."

Statistik:

Ende, Meierhans 3 geh. 7m, Buschhorn 1 - Grabisch 7/4, K.Bergmann 1, Kühlcke 5, Niemeyer 1, Gudmundsson 1, Ence 1, Aiello, L.Bergmann, Kaatze, Kählke 7, Wrede 1

Siebenmeter: 6/9 - 4/4

Zeitstrafen: 5 - 2 (K.Bergmann, Kählke)

Spielfilm: 0:1, 1:1, 1:3, 3:3, 3:4, 5:4, 7:7, 9:7, 9:9, 12:9, 16:12 (30.); 16:13, 19:14,19:17, 23:21, 25:21, 26:24, 29:26 (60.)

Zuschauer: 280

Schiedsrichter: David Große (Nordhausen) und Maik Hornuff (Stendal)


Textquelle: "Die Harke"

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