HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Helge Nußbaum
HSG Nienburg will sich nicht auf die Hörner nehmen lassen

3.Handball-Liga: Die "Meerbachspatzen" reisen am Samstag zu den Mecklenburger Stieren nach Schwerin

Für die Drittliga-Handballer der HSG Nienburg geht es am Samstag erneut auf eine der schönsten Auswärtsfahrten der neuen Spielklasse. In Schwerin wollen sich die "Meerbachspatzen" von HSG-Trainer Carsten Thomas allerdings nicht so von den Mecklenburger Stieren auf die Hörner nehmen lassen, wie es in der Vorwoche bei der Heimspielpremiere im "Spatzenest" gegen die HSG Ostsee (23:32-Niederlage) der Fall war. Der Anwurf der Partie in der Schweriner Palmberg-Arena erfolgt um 18 Uhr.

Die personelle Lage bei den Weserstädtern entspannte sich in dieser Woche wieder leicht. Steve Kählke konnte zwar krankheitsbedingt nicht trainieren, doch er wird in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern wieder auf der Platte stehen. Nach seinem kurzfristigen Ausfall in der Vorwoche ist der schmerzlich vermisste Malte Grabisch hingegen völlig genesen und auch Kreisläufer Kai Bergmann ist wieder mit von der Partie. Bergmann landet am Samstagmorgen in Frankfurt und steigt dort direkt in den Zug nach Schwerin. Thomas: "Da müssen wir ein bisschen hoffen, dass die Deutsche Bahn mal ohne Verspätungen auskommt." Für Johannes Hain (privat verhindert) rückt Routinier Kristaps Ence in den Kader nach. Apropos Routinier: Auch Steffen Kaatze gehört für die Verletzungsdauer von Paul Hildebrandt (Schultereckgelenksprengung) wieder fest zum Aufgebot der "Meerbachspatzen".

Die Stiere erwarten die Nienburger als gestandener Drittligist, der seit der Saison 2013/14 in der Nordstaffel stets im oberen Mittelfeld der Tabelle wiederzufinden ist. Der Vorgänger-Verein, SV Post Schwerin, spielte gar - mit Ausnahme von zwei je einjährigen Ausflügen in die höchste Spielklasse im deutschen Handball - durchgehend erfolgreich in der 2.Bundesliga, ehe ein Insolvenzantrag sowie ein daraus folgender Lizenzentzug im Jahr 2012 den Gang in die Drittklassigkeit besiegelte.

Die Schweriner starteten allerdings mit zwei Niederlagen in die neue Spielzeit und rangieren hinter der HSG auf dem letzten Platz. Thomas: "Davon sollte sich allerdings niemand blenden lassen, denn am vergangenen Wochenende haben sie gegen den Aufstiegsfavoriten Wilhelmshavener HV gespielt. Schwerin hat richtig etwas auf der Platte zu bieten und ist international besetzt." Beim HV unterlagen die Stiere mit 18:26 und auch im ersten Heimspiel setzte es eine derbe und nicht erwartete 29:36-Pleite gegen den MTV Braunschweig.

Vor allem gilt es für die Nienburger, den tschechischen Kreisläufer Jan Mojzis unter Kontrolle zu bekommen. Ein hartes Unterfangen, denn der Zwei-Meter- Mann bringt 120 Kilogramm auf die Waage. Zudem sollten auch die Kreise von Landsmann Miroslav Nedoma eingeengt werden, er warf in den ersten beiden Spielen 19 Tore, davon allerdings elf per Siebenmeter.

"Zuletzt konnten wir durch die krankheitsbedingten Ausfälle leider nicht so trainieren wie gewünscht, aber wir müssen jetzt schnell aus allen Spielen lernen, Fehlerquellen abstellen und alles daran setzen, es in den nächsten Partien sofort besser zu machen. Damit wollen wir jetzt in Schwerin anfangen", gibt sich Thomas kämpferisch.


Textquelle: "Die Harke"

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