HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Nadine Hoppmann "Meerbachspatzen" wollen Tabellenführer ärgern

Handball-Regionalliga: HSG Nienburg reist zum Northeimer HC

Wenn sich der Tross der HSG Nienburg am Sonntag (Anwurf 17 Uhr) auf den Weg ins knapp zwei Stunden entfernte Northeim macht, hat HSG-Trainer Tobias Naumann ein gutes Gefühl. Die Herbstpause hat seinen Regionalliga-Handballer gutgetan. Wie viel Frust sich zuvor angestaut hatte, bekam der Aufsteiger aus Himmelsthür zuletzt zu spüren: Mit 16 Toren Unterschied spielte die HSG (38:22-Heimsieg) ihren Gegner an die Wand.

Dabei war der HSG-Saisonstart äußerst dürftig - drei zum Teil deutliche Niederlagen in Serie. Gegen den Mitaufsteiger HSG Grüppenbühren/Bookholzberg folgten dann die ersten Punkte. Seitdem haben sich die "Meerbachspatzen" gefangen.

Gegen den starken Aufsteiger aus Achim/Baden gab es auswärts unter schwierigen Bedingungen ein Unentschieden, gegen den SV Beckdorf setzte es zur Herbstpause eine knappe Zwei-Tore-Niederlage. "Gegen Beckdorf hatten wir uns das anders vorgestellt. Wir haben da einfach eine schlechte Leistung gezeigt", reflektiert Naumann die Pleite.

Northeim ist der Aufstiegskandidat

Der Northeimer HC, der mit 14:2 Punkten an der Tabellenspitze steht, den großen Favoriten TSV Burgdorf besiegt hat und nur in Vorsfelde beide Zähler abgab, ist ein echtes Brett. "Wir haben da nichts zu verlieren und sind klarer Außenseiter. Wir werden die Punkte aber nicht kampflos dalassen. Wir haben von letzter Saison noch eine Rechnung offen", zeigt sich der Coach kampfbereit.

Northeim verfügt mit Mateusz Wróbel über eine echte Tormaschine. Die HC-Offensive erzielt im Schnitt rund 35 Treffer pro Spiel, kassiert aber auch mehr als 30. Sieht Naumann genau darin die Chance für seine Mannschaft? "Wenn wir die Zahl der Gegentore unter 30 halten und versuchen, die Partie lange offen zu gestalten, haben wir vielleicht eine Chance auf Punkte."

Welcher Kader steht Naumann zur Verfügung?

Alexander Päßler muss weiterhin mit seiner Bänderverletzung pausieren. Co-Kapitän Finn Kühlcke plagen Fußprobleme, wird aber wohl spielen. Auch Jonas Lüdersens Ellenbogenblessur wird einen Einsatz nicht verhindern.

Natürlich ist das gesamte Team trotzdem heiß auf die Partie gegen den Tabellenführer. Paul Hildebrandt wird direkt aus dem Urlaub kurz vor dem Anpfiff zum Team stoßen. Wieder an Bord - nach längerer Reise - ist Kapitän Kai Bergmann, der der Mannschaft schon gegen Himmelsthür Sicherheit gab. "Kai ist für das Team auf und neben der Platte ganz wichtig", betont Naumann. In Bergmanns Abwesenheit hat Kreisläufer Conrad Meierhans viele Spielanteile bekommen - auch für ihn findet der Trainer lobende Worte.

Wie sind die Neuzugänge angekommen?

Die drei Neuzugänge haben sich menschlich bestens eingefügt. "Sie sind volle Pulle integriert", schwärmt Naumann von Jonas Lüdersen, Jakob Naumann und Luis Lengauer.

Vom TV Oyten kam Torhüter Jonas Lüdersen, der nun den Konkurrenzkampf mit Tim Buschhorn im Tor anheizt. Beide Torhüter hängen sich im Training voll rein - sehr zur Freude ihres Trainers, der möglichst wenig Anlass zum Wechseln hat.

Im Rückraum sorgt Neuzugang Jakob Naumann, ebenfalls vom Oberligisten TV Oyten gekommen, für Torgefahr. Mit Anton Borowski bildet er ein starkes Abwehrduo. Im Angriff sind beide gänzlich unterschiedliche Spielertypen. Was den HSG-Coach besonders beeindruckt, ist die "Feuerkraft", mit der beide in die Offensive gehen.

Der gebürtige Sulinger Luis Lengauer kehrte von den HSG Hunte-Aue Löwen zurück und ist eine große Hilfe - in der Abwehr stabil, im Angriff variabel einsetzbar. "Er hat sogar am Kreis gespielt - und macht das super!", zeigt sich Naumann vollauf zufrieden.

Ist-Zustand und Ausblick

Nienburg belegt derzeit mit 5:9 Punkten den zehnten Tabellenplatz. Zwei oder drei Zähler mehr hätten es aus Naumanns Sicht schon sein können. "Gegen den starken Aufsteiger Achim/Baden hätten wir zwei Punkte holen können", sagt der Coach. Auch mit der knappen Niederlage gegen den SV Beckdorf hadert er noch immer.

Bis zum Monatsende folgen nach dem Heimspiel am kommenden Samstag gegen den TV Cloppenburg zwei Auswärtsderbys: Am 22. November wartet Tabellennachbar HSG Schaumburg, ehe es am 29. November ans Steinhuder Meer zum MTV Großenheidorn geht.


Textquelle: "Die Harke"

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