HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Helge Nußbaum Mit Rückenwind nach Beckdorf

Handball-Regionalliga: HSG Nienburg vor schwerer Bonus-Aufgabe

Die HSG Nienburg fährt nach dem 30:27-Heimsieg gegen die SG Achim/Baden in der Vorwoche mit reichlich Rückenwind zum Auswärtsspiel in der Handball-Regionalliga: Am Samstag (Anwurf 19 Uhr) sind die "Meerbachspatzen" beim Tabellenvierten SV Beckdorf gefordert. Die Ausgangslage ist eindeutig: Nienburg steht mit 10:26-Punkten aus 18 Spielen auf dem vorletzten Rang und braucht jeden Punkt im Abstiegskampf. Etwas Zählbares aus Beckdorf (22:12-Zähler aus 17 Spielen) mitzunehmen, wäre für die HSG-Sieben von Trainer Tobias Naumann allerdings ein echter Bonus.

"Der Erfolg gegen Achim hat uns natürlich geholfen, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", sagt HSG-Trainer Tobias Naumann im HARKE-Gespräch. "Wir haben uns zwei Punkte erarbeitet, die Ausgangsposition verbessert und fahren mit etwas weniger Ballast nach Beckdorf." Naumann weiß aber auch, dass die Aufgabe beim Favoriten eine besondere ist. "Das sind Punkte, die nicht einkalkuliert sind."

Auf die Rot-Schwarzen wartet in Beckdorf reichlich Offensivqualität. Allen voran Leon Petersen (Rückraum rechts, Linkshänder und Siebenmeterschütze), der bereits 130 Tore erzielt hat. Naumann: "Ein Spieler mit starkem Eins-gegen-eins." Dahinter folgen Jonas Gerkens (109 Tore), ein klassischer Rückraumwerfer, sowie der quirlige Leonard Klein (78), der viel über seine Dynamik und sein Durchsetzungsvermögen kommt. Alle drei gehören zu den Top-30-Torschützen der Liga. "Egal, wer da kommt, wir wollen den Schwung mitnehmen, gucken, was geht, und irgendwie etwas Zählbares mitnehmen."

Personell kann Naumann nahezu aus dem Vollen schöpfen. "Aktuell sind alle dabei", vermeldet der HSG-Coach zufrieden - eine Seltenheit in dieser Saison. Zudem gibt es auch abseits der Platte erneut positive Nachrichten: Kreisläufer Conrad "Beton" Meierhans hat seinen Vertrag bei den Rot-Schwarzen verlängert. "Beton macht das gut, steigert sich laufend. In der Deckung ist er schon länger sehr variabel einsetzbar, gerade im Innenblock, auch im Angriff wird er immer besser und ist nah dran an Routinier Kai Bergmann", lobt Naumann.

Für die Nienburger gilt es, defensiv stabil zu stehen und vorne mutig zu bleiben - so wie zuletzt gegen Achim. "Man merkt, dass jetzt mehr Selbstbewusstsein da ist", hatte Naumann nach dem Heimsieg gesagt. Gelingt es, dieses Gefühl mit nach Beckdorf zu nehmen, könnte dem Tabellenvierten mehr Gegenwehr bevorstehen, als es die nackten Zahlen vermuten lassen.


Textquelle: "Die Harke"

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