Nächstes "Endspiel" für die HSG Nienburg
Handball-Regionalliga: "Meerbachspatzen" empfangen Samstagabend Achim/Baden
Die Lage ist ernst, aber die Hoffnung lebt - gerade im "Spatzennest". Die Regionalliga-Handballer der HSG Nienburg treffen am Sonnabend um 19.30 Uhr in der Meerbachhalle auf die SG Achim/Baden, es geht für die Meerbachspatzen einmal mehr um alles. Mit 8:26-Punkten aus 17 Spielen sind die Rot-Schwarzen Vorletzter der Regionalliga - und jeder Zähler zählt im Kampf um den Klassenerhalt. Achim/Baden liegt mit 13:21-Punkten jedoch in Reichweite und mit einem Sieg wäre die Sieben von HSG-Trainer Tobias Naumann wieder dran.
Naumann macht aus der Brisanz keinen Hehl: "Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel. Jede Partie, in der wir keine Punkte holen, sorgt im Zweifel dafür, dass der Abstand größer wird." Ein Sieg gegen Achim/Baden wäre deshalb doppelt wertvoll, denn es ist nicht nur ein direkter Konkurrent, sondern auch der Ex-Verein des HSG-Coachs. "Natürlich will man gegen den Ex-Verein immer gewinnen", sagt Naumann - und schiebt hinterher: "Vor allem wollen wir aber die Punkte."
Personell entspannt sich die Lage im Vergleich zur Vorwoche zumindest leicht. Nienburgs bester Werfer Anton Borowski (68 Tore), der beim 19:25 in Oldenburg kurzfristig krank fehlte, ist wieder im Training. "Stand heute ist Anton wieder dabei. Wie lange es am Wochenende reichen wird, weiß ich aber noch nicht", erklärt Naumann. Weiterhin fraglich ist der Einsatz von Kreisläufer Conrad "Beton" Meierhans. "Conrad ist vergangene Woche im Training umgeknickt." Auch Luis Lengauer (Fingerverletzung an der Wurfhand) ist ein Wackelkandidat: "Ich hoffe, wir bekommen das mit Tape gebastelt, vielleicht reicht es für ein paar Minuten."
Das Hinspiel endete 28:28 - ein Fingerzeig für eine erneut enge Partie. Achim/Baden bringt reichlich Offensivqualität mit. Noah Dreyer (105 Tore) ist als dynamischer Rückraumspieler und Siebenmeterschütze einer der Fixpunkte. Auf den Außen lauern Kevin Podien (80 Tore, links) und Julius Kopmann (50 Tore, rechts). "Denker und Lenker ist Marvin Pfeiffer", weiß Naumann über den erfahrenen Spielmacher und fügt an:"Er gibt der Mannschaft Struktur."
Entscheidend wird aus Sicht der HSG erneut die Balance zwischen Einsatz und Effizienz sein. In Oldenburg überzeugten die Meerbachspatzen mit Leidenschaft, ließen aber zu viele klare Chancen liegen. "Wir haben gekämpft und das Herz auf der Platte gelassen", erinnert Naumann. Gegen Achim/Baden müsse man nun "geduldig bleiben, eine stabile Deckung stellen und über einfache Tore kommen".
Textquelle: "Die Harke"
