HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Philipp Keßler
Nah dran ist nicht genug

3.Handball-Liga: HSG Nienburg schlägt sich wacker, unterliegt dem TSV Altenholz dennoch knapp mit 32:33

Viel hat nicht gefehlt, dann hätte die HSG Nienburg ihre Premiere in der 3.Handball-Liga mit dem ersten Saisonpunkt beendet. Doch am Ende setzte sich der Favorit knapp durch: Der TSV Altenholz gewann mit viel Mühe letztlich mit 33:32 (15:15).

In der nur spärlich gefüllten Edgar-Meschkat-Halle in Altenholz ging das Abenteuer 3.Liga für die HSG Nienburg los. Die Gastgeber starteten mit sieben der acht Neuzugängen im Kader. HSG-Keeper Ludwig Meierhans, der erst wenige Tage zuvor seinen 21.Geburtstag gefeiert hatte, entschärfte in der ersten Minute auf Anhieb zwei Würfe des TSV. Auf der anderen Seite markierte Malte Grabisch das 1:0 und damit das erste Drittligator in der HSG-Vereinsgeschichte.

Viel zu tun für Altenholz

Frech und mutig gingen die Weserstädter zu Werke. Steve Kählke und Marin Wrede erhöhten wenig später auf 3:1. Wrede startete zunächst in der Mitte und lenkte seine Farben geschickt. Per Siebenmeter stellte Grabisch frühzeitig auf 4:1 - daraufhin zog Altenholz-Coach André Lohrbach wutendbrand sein erstes Time-out.

Das fruchtete. Die bis dahin fehlende Körpersprache der Gelb-Schwarzen war auf einmal da und Juri Richter sowie Julius Schneider verkürzten auf 3:4, in der elften Minute glich Schneider zum 5:5 aus. Die Altenholzer Abwehr war nun aggressiver und die Nienburger fanden immer weniger Lücken. Nach 16 Minuten drehten die Hausherren das Match: Hannes Glindemann stellte auf 8:7.

Die Gäste waren jedoch weiterhin im Spiel. Grabisch und Lars Bergmann beförderten Rot-Schwarz wiederum mit 9:8 in Führung. Richter, Malte Abelmann-Brockmann, 10:9. Es ging hin und her. Der Aufsteiger verkaufte sich teuer und erkämpfte sich den 15:15-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel ging es munter weiter. Doch vor allem TSV-Kreisläufer Juri Richter bekam der Nienburger Innenblock um Wrede und Kählke kaum in den Griff. In der 34. Minute gingen die Norddeutschen erstmals mit zwei Treffern in Front, wenig später erhöhte Klas Bergemann auf 20:17.

Spannend bis zum Schluss

Altenholz ging nun zielstrebiger in die Abschlüsse. Nienburgs Schlussmann Matthias "Matze" Ende hatte in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs kaum etwas zu halten. Auch Torhüter-Neuzugang Tim Buschhorn zahlte eine stattliche Summe Lehrgeld. Auf der anderen Seite kam Malte Voigt, immerhin ehemaliger Bundesligaspieler, nun immer besser in die Begegnung. Doch die HSG-Defensive macht ebenfalls einen guten Job und leitete mehrfach Tempogegenstöße ein: Alessandro Aiello und Kühlcke glichen zum 22:22 aus (40.).

Ein paar Ungenauigkeiten im Passspiel oder auch im Abschluss aufseiten der Sieben von HSG-Coach Carsten Thomas retteten dem TSV derweil den knappen Vorsprung in die Schlussphase.

Angeführt vom bärenstarken "Traktor" Grabisch, der insgesamt 15 (!) Tore erzielte, versuchten die "Meerbachspatzen" den Rückstand von drei Treffern zu egalisieren. Kählke verkürzte in der 59.Minute auf 32:33, Buschhorn parierte den letzten Angriff der Altenholzer. 35 Sekunden verblieben den Nienburgern, doch die gelb-schwarze Abwehr hielt stand und Kählke brachte den Freiwurf nach abgelaufener Zeit nicht mehr an der TSV-Mauer vorbei. HSG-Coach Thomas fasste zusammen: "Die Jungs haben von der ersten Sekunde an geschuftet und es Altenholz richtig schwer gemacht. Wirklich schade, einen Punkt hätten wir verdient gehabt."

Statistik:

L.Meierhans, Buschhorn, Ende - Grabisch 15/3, Kühlcke 7, Niemeyer, Aiello 2, L.Bergmann 1, Kählke 3, C.Meierhans, Wrede 4

Siebenmeter: 1/1 - 3/3

Zeitstrafen: 0 - 5 (Kühlcke 2x, Kählke 2x, Wrede 1)

Spielfilm: 1:1, 1:4, 3:5, 6:6, 8:8, 12:12, 15:15 (30.); 18:16, 20:17, 22:22, 27:25, 31:29, 32:30, 33:32 (60.)

Zuschauer: 240

Schiedsrichter: Marvin Völkening (Bad Oeynhausen) und Jonas Zollitsch (Minden)

 

Textquelle: "Die Harke"

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