Nienburg unterliegt Hameln deutlich
Handball-Regionalliga: Ersatzgeschwächte HSG verliert 29:38 - Trainer Naumann enttäuscht über viele Gegentore
Dabei kamen die Rot-Schwarzen gut in die Partie, und Jakob Naumann erzielte die ersten drei HSG-Treffer, ehe Paul Hildebrandt Treffer Nummer vier markierte - 4:4. Da waren knapp sechs Minuten gespielt. Auf den nächsten HSG-Treffer musste HSG-Coach Tobias Naumann lange warten. Luis Lengauer erlöste sein Team neun Minuten später. Bis dahin waren die Hamelner bereits auf 10:5 entwischt.
"Wir haben aufgehört, das zu spielen, was am Anfang erfolgreich war. Wir haben den Spielfluss verloren, den Ball nicht gut laufen lassen und uns unvorbereitete Würfe genommen", zeigte sich HSG-Trainer Tobias Naumann enttäuscht, dass der Gegner so weit davonziehen konnte. Sein Team gab jedoch nicht auf und kämpfte sich über 10:13 (20.) und 13:16 (29.) Tor um Tor wieder heran. Das gefiel Naumann, er bemängelte aber dennoch die vielen Gegentore - in die Kabine ging es mit einem 14:18 aus HSG-Sicht.
Die Nienburger kamen jedoch gestärkt aus der Kabine zurück: Zwei schnelle Tore von Johannes Hain und Finn Kühlcke ließen die Hamelner wanken. Die Chance zum 17:18-Anschlusstreffer hatte Kai-Uwe Bergmann mit einem Siebenmeter, den er jedoch neben das Tor setzte. Beim 20:18 bot sich noch einmal eine kleine Möglichkeit, doch den "Meerbachspatzen", die auf Lasse Kock (privat verhindert) und Anton Borowski (Schulterprobleme) verzichten mussten, verließen die Kräfte. Zudem fehlten mit Nico Fiebiger, der in der ersten Hälfte nach einem Sturz auf den Kopf später nicht mehr eingesetzt werden konnte, weitere Wechseloptionen. Über 28:21 (47.) und 35:25 (55.) war die Partie längst zugunsten der Gastgeber entschieden. Naumann sehnt dem Saisonende entgegen: "Wir haben gekämpft und gefightet, aber das sind im Moment unsere Möglichkeiten."
Zum letzten Heimspiel am kommenden Samstag möchte die HSG vor möglichst vielen Fans noch einmal alle Kräfte bündeln und für einen versöhnlichen Saisonabschluss sorgen. Um 19.30 Uhr werden die Razorbacks aus Vorsfelde im Spatzennest erwartet. Im Anschluss an die Partie stehen zudem die Verabschiedungen auf dem Programm.
Statistik:
Buschhorn, Lüdersen - Naumann 7, Bergmann 5/2, Kühlcke 4, Hain 4, Lengauer 3, Fiebiger 2, Hildebrandt 2, Meyer 1, Päßler 1/1, Borowski, Meierhans
Siebenmeter: 3/3 - 3/4
Zeitstrafen: 3 - 3 (Hildebrandt, Lengauer, Naumann)
Spielfilm: 1:2, 4:4, 10:4, 12:6, 13:10, 18:14 (30.); 20:18, 25:20, 29:23, 35:25, 38:29
Textquelle: "Die Harke"
