Spielbericht: TV Cloppenburg vs. HSG NIENBURG
HSG Nienburg steigt ab
Handball-Regionalliga: 23:33 beim TV Cloppenburg lässt die "Meerbachspatzen" in die Oberliga stürzen
Im letzten Spiel der Regionalliga-Handballer der HSG Nienburg vor der Osterpause lag so viel Spannung in der Luft, dass sie fast greifbar war. Nur ein Sieg beim TV Cloppenburg zählte, um noch die minimale Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Bei einer Niederlage wäre der Abstieg der "Meerbachspatzen" besiegelt.
Gleichzeitig ging der Blick sicherlich auch nach Wolfsburg, wo der SV Alfeld zeitgleich gegen den MTV Vorsfelde spielte und auf gar keinen Fall punkten durfte. Alfeld als Tabellen-16. noch zu überholen, wäre rein rechnerisch möglich gewesen - aber auch machbar? Denn am Samstagmorgen meldete sich Anton Borowski nicht spielfähig. Der HSG-Rückraumspieler konnte schon die ganze Woche aufgrund eines Infekts nicht trainieren und trat die Reise nach Cloppenburg gar nicht erst an. Dieser personelle Rückschlag war einer zu viel, und die HSG Nienburg verlor deutlich mit 23:33 (15:20).
In der Anfangsphase zeigten sich beide Teams auf Augenhöhe, mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Nach zwölf Minuten nahm HSG-Trainer Tobias Naumann beim Stand von 4:6 seine erste Auszeit. Wenn die Rot-Schwarzen Tempo ins Spiel bekamen, zwangen sie die Cloppenburger zu Fehlern und kamen selbst zu Torchancen. Finn Kühlckes 6:6 (14.) und Johannes Hain zum 11:11 (18.) vor der Pause gaben dem Team Sicherheit und Selbstvertrauen.
Nach Kai Bergmanns Treffer zum 12:13 (21.) fielen die Spatzen für fünf Minuten wieder einmal in ein Loch, und den Hausherren gelangen vier Tore in Folge. Erst Paul Hildebrandt weckte sein Team mit dem 13. Treffer wieder auf. Aber die HSG war angeschlagen und ging mit einem Fünf-Tore-Rückstand (15:20) in die Kabine.
In der zweiten Hälfte lief dann auf Nienburger Seite nicht mehr viel zusammen. Die Gastgeber spielten ihr Spiel und zogen über 21:16 und 24:19 sowie mit einem 5:0-Lauf auf 29:19 (48.) davon. Dem hatte die HSG nichts mehr entgegenzusetzen. Der Auftritt seines Teams und auch das Manko in der Chancenverwertung gaben HSG-Coach Tobias Naumann weiter zu denken: "Wir machen die Siebenmeter nicht rein, auch im erweiterten Gegenstoß kommen wir frei zum Abschluss und machen die Dinger nicht rein. Wir haben dann die Deckung aufgemacht, auch das hat nur so semi-gut funktioniert."
Der SV Alfeld verlor zwar denkbar knapp mit einem Tor (32:33) gegen den MTV Vorsfelde - da aber auch die Nienburger den Abstand nicht verringern konnten und am Ende der Saison der direkte Vergleich zählt (3:1 Punkte für die Alfelder), stürzen die "Meerbachspatzen" schon vor der Osterpause in die Oberliga ab.
Statistik:
Buschhorn, Lüdersen - Kühlcke 4, Bergmann 2, Naumann 3, Hain 5, Kock 4/2, Meyer, Hildebrandt 4, Niemeyer 1, Lengauer, Päßler, Schwermann-Jäger, Fiebiger, Meierhans
Siebenmeter: 5/5 - 2/5
Zeitstrafen: 5 - 5 (Bergmann, Hidebrandt, Kock, Naumann, Schwermann-Jäger)
Spielfilm: 4:2, 10:10, 13:12, 17:13, 20:15 (30.); 23:17, 26:19, 29:19, 31:21, 33:23 (60.)
Textquelle: "Die Harke"
