HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Nadine Hoppmann Starke 20 Minuten reichen der HSG Nienburg nicht

Handball-Regionalliga: HSG Schaumburg zeigt den "Meerbachspatzen" die Grenzen auf

20 überzeugende Minuten reichen der HSG Nienburg im Regionalliga-Derby bei der HSG Schaumburg-Nord nicht aus: Die Rot-Schwarzen verlieren nach einem deutlichen Leistungseinbruch mit 23:31 (11:17) und stecken damit endgültig tief im Abstiegskampf. Ein 0:4-Lauf in der ersten Halbzeit leitete die Niederlage des Teams von Nienburgs Trainer Tobias Naumann ein.

Starker Start macht Hoffnung

Die Ausgangslage war klar: Mit lediglich fünf Punkten aus neun Spielen war Nienburg nach Schaumburg gereist, um im Duell mit dem Tabellensiebten dringend Zählbares einzusammeln. Und der Beginn ließ tatsächlich Hoffnung aufkommen. Defensiv bildeten Conrad Meierhans und Anton Borowski einen stabilen Mittelblock, der den Gastgebern zunächst große Probleme bereitete. Offensiv trafen Finn Kühlcke und Borowski zuverlässig - nach sieben Minuten führte Nienburg mit zwei Toren, auch beim 8:6 (14.) lag die HSG noch vorn.

Doch der gute Auftakt hielt nicht lange. Schaumburg drehte die Begegnung mit einem 4:0-Lauf innerhalb von vier Minuten und setzte sich anschließend Schritt für Schritt ab. Zur Pause stand ein 17:11 für die Hausherren auf der Anzeigetafel. Trainer Naumann hatte zwischenzeitlich umgestellt - mit negativen Folgen. "Ich musste die Last in meinem kleinen Kader verteilen. Wir bringen uns so leider um den Lohn der ersten 20 Minuten", erklärte der HSG-Coach.

Der Einbruch bleibt für Naumann unerklärlich. Dazu kamen erhebliche personelle Probleme: Paul Hildebrandt konnte nach einer Wadenzerrung nur im Notfall eingesetzt werden, Jakob Naumann kam angeschlagen erst ab der 22. Minute ins Spiel. Lasse Kock und Alexander Päßler fehlen weiterhin langfristig. Immerhin konnte Borowski nach seinem Gesichtstreffer aus dem Cloppenburg-Spiel wieder auflaufen. Unterstützung aus der zweiten Mannschaft war aufgrund hohen Krankenstands nicht möglich.

Spiel kippt nach der Pause endgültig

Auch nach dem Seitenwechsel blieb eine Trendwende aus. "Wir sind nicht gut aus der Kabine gekommen", stellte Naumann fest. Schaumburg erhöhte konsequent das Tempo und lag bereits sechs Minuten nach Wiederbeginn mit zehn Toren vorn (22:12). Beim 29:19 rund zehn Minuten vor dem Ende reagierte Nienburg und öffnete die Deckung, nahm zwei Rückraumspieler heraus und setzte auf höhere Risikoabwehr.

Die Maßnahme zeigte zumindest leichte Wirkung: Tim Buschhorn parierte mehrfach stark, zudem schalteten die Gastgeber einen Gang zurück, sodass die Niederlage nicht mit einem zweistelligen Torrückstand ausfiel. Naumann sprach nach der Partie von einem intensiven, aber fairen Derby. Bemerkenswert: Beide Teams kassierten nur je eine Zeitstrafe - und Nienburg erhielt keinen einzigen Siebenmeter.

Schaumburg feiert ersten Heimsieg

Für die HSG Schaumburg war es der erste Heimsieg der laufenden Saison - passend begleitet vom Comeback ihres Rückraumspielers Haakon Wiebe, der nach überstandenem Mittelhandbruch direkt vier Treffer beisteuerte. Für die "Meerbachspatzen" hingegen bleibt die Lage angespannt: Der Auftritt in Schaumburg macht deutlich, dass im Abstiegskampf dringend Stabilität über die vollen 60 Minuten benötigt wird.

Statistik:

Buschhorn 1 geh. 7m, Lüdersen - Borowski 7, Kühlcke 4, Bergmann 4, Fiebiger 3, Naumann 2, Lengauer 1, Meierhans 1, Meyer 1, Hain, Hildebrandt

Siebenmeter: 2/3 - 0

Zeitstrafen: 1 - 1 (Naumann)

Spielfilm: 3:5, 6:6, 6:8, 13:10, 17:11 (30.); 22:12, 26:15, 29:18, 30:20, 31:23 (60.)


Textquelle: "Die Harke"

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