HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Philipp Keßler
Starke Keeper verhelfen fast zum Sieg

Handball-Oberliga: HSG Nienburg trennt sich vom Lehrter SV mit 22:22 (9:14)

Ob eine Auszeit den Sieg gebracht hätte? Man wird es nie erfahren. Am Ende musste sich die HSG Nienburg beim Lehrter SV mit einem 22:22 (9:14)-Unentschieden zufriedenstellen. Es war das erste Remis der "Meerbachspatzen" in der aktuellen Saison der Handball-Oberliga.

Mit den Lehrtern hatten die Nienburger aus dem Hinspiel definitiv noch eine Rechnung offen - schließlich hatte die HSG Anfang September lange Zeit alles im Griff und die aufreibend spielenden Gäste aus dem Osten von Hannover mussten sich mächtig ins Zeug legen, um den 36:30-Sieg in der Meerbachhalle einzufahren.

Dementsprechend motiviert starteten die Rot-Schwarzen, Lars Bergmann, der vor wenigen Wochen seinen Abschied im Sommer in Richtung MTV Großenheidorn bekannt gab, eröffnete den Abend mit dem 1:0. Finn Kühlcke und Johannes Hain sorgten nach knapp zehn Minuten sogar für ein kleines Torepolster - 7:4 für die HSG.

Aber der LSV um den Ex-Nienburger Jugendspieler Henrik Kollmeier ließen sich nicht so einfach abschütteln und glichen bereits nach einer Viertelstunde zum 8:8 aus. Die Lehrter ließen das Gaspedal direkt durchgedrückt und feuerten weiter aus allen Rohren - die Weserstädter kamen in dieser Phase nicht wirklich mit und mussten mit ansehen, wie die Hausherren kontinuierlich davonzogen. Zur Pause war Lehrte auf 14:9 enteilt.

HSG-Coach Tobias Naumann muss in der Kabine passende Worte gefunden haben, denn nach dem Seitenwechsel waren die "Meerbachspatzen wieder hellwach und fanden die nötige Aggressivität in der Abwehr wieder. Sören Fennekoldt, Lars Bergmann und Kühlcke ließen ihre Farben per Dreierpack auf 12:15 heranrücken.

Mit viel Fleiß, Schweiß und einem gehaltenen Siebenmeter von Ludwig "Ulli" Meierhans robbten sich die Gäste weiter heran. Paul Hildebrandt traf nach 48 Minuten zum Anschlusstreffer (18:19), Linksaußen Hain besorgte kurz darauf das 19:19. Hildebrandt setzte sogar das 20:19 oben drauf.

Umkämpft ging es hin und her. Die energische Abwehrarbeit der HSG führte zu zwei weiteren Strafwürfen für die Gastgeber, aber auch Torhüter Tim Buschhorn zeigte sich bestens aufgelegt und vereitelte beide. Das Tor zum 22:21 von Nico Fiebiger (58.) schien fast schon der wichtige Treffer zum Auswärtssieg zu sein, doch acht Sekunden vor Ende hatte Louis Ewert, Sohn von LSV-Trainer Lutz Ewert, genug Platz, um doch noch zum Ausgleich zu treffen - 22:22. Dann war Feierband.

HSG-Trainer Naumann ärgerte sich: "Den verlorenen Punkt nehme ich auf meine Kappe - ich hätte noch eine Auszeit nehmen müssen, habe es aber verschlafen." Ansonsten war der Coach aber voll des Lobes für seine Jungs. "Wir bekommen in der zweiten Hälfte nur acht Gegentore, und das auswärts! Das Team hat es richtig stark gemacht. Auch nach der Schwächephase im ersten Durchgang mit vielen technischen Fehlern haben die Jungs nicht aufgegeben und alles reingehauen."

Statistik:

L.Meierhans 1 geh. 7m, Buschhorn 4 geh. 7m - Fiebiger 1, Hain 5, Kühlcke 2, Niemeyer, Hildebrandt 5, Aiello, Borowski 1, L.Bergmann 7/3, C.Meierhans, Fennekoldt 1, Päßler, Wrede

Strafwürfe: 0/5 - 3/3

Zeitstrafen: 2 - 2 (C.Meierhans, Päßler)

Spielfilm: 13:3, 5:7, 8:8, 11:8, 14:9 (30.); 16:12, 18:13, 18:17, 19:20, 21:22, 22:22 (60.)


Textquelle: "Die Harke"

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