HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Helge Nußbaum Trauben hängen hoch im "Spatzennest"

Handball-Regionalliga: HSG Nienburg empfängt Tabellendritten MTV Großenheidorn zum Derby

Wenn am Sonnabend um 19.30 Uhr das Derby im "Spatzennest" steigt, dann sind die Rollen klar verteilt: Die HSG Nienburg (10:28-Punkte), Vorletzter der Handball-Regionalliga, empfängt den Tabellendritten MTV Großenheidorn (30:8) - und die Gäste wittern Morgenluft im Aufstiegsrennen. Mit einem Sieg in der Nienburger Meerbachhalle könnten die Wunstorfer am Northeimer HC vorbeiziehen, während Spitzenreiter TSV Burgdorf II sein Nachholspiel erst am Sonntag bestreitet.

Entsprechend hoch ist der Druck auf den MTV, der sich auf seine Tor-Garanten Jakob Bormann (91 Treffer), Julius Valentin Bausch (90) und Bastian Weiß (75) verlassen kann. "Die Trauben hängen hoch", sagt HSG-Trainer Tobias Naumann nüchtern. "Wir haben das gegen Beckdorf gemerkt." Beim 31:39 vor gut zwei Wochen hielt seine Mannschaft lange mit, ehe in Hälfte zwei die Kräfte schwanden. "In der zweiten Halbzeit gehen uns dann aufgrund des Kaders und der Breite die Körner aus." Genau darin sieht Naumann auch die Stärke des kommenden Gegners: "Großenheidorn hat einen breiten Kader, kann viel wechseln - ohne Qualitätsverlust."

Doch kampflos wollen die "Meerbachspatzen" die Platte der Meerbachhalle nicht räumen. Das Hinspiel ging zwar mit 28:35 verloren, doch: "Bis zur 40.Minute waren wir dran", erinnert sich Naumann. "Dann kommt eine eigene Überzahlsituation, die wir nicht erfolgreich ausspielen und geraten in Rückstand. Das war sehr ärgerlich." Solche Momente seien es in dieser Saison oft, Kleinigkeiten, wo sich seine Sieben selbst im Weg stehe. Naumann: "Wir müssen die Schwächephasen zu Beginn einer Halbzeit rausbekommen und schnell auf Temperatur kommen." Ziel sei es, "das Spiel lange offen zu halten. Mit zunehmender Dauer rutscht die Last eher Richtung Großenheidorn."

Im Tabellenkeller hat der drittletzte TuS GW Himmelsthür zuletzt gepunktet, der Abstand zum rettenden Ufer beträgt nun wieder vier Zähler. Umso wichtiger ist für Naumann auch der Blick nach vorn: "Nach Großenheidorn kommt das ganz wichtige Spiel gegen Himmelsthür. Dafür wäre es schön, wenn wir uns mit einer ordentlichen Leistung Selbstvertrauen holen - etwas Zählbares wäre natürlich top."

Personell lief das Training diese Woche schleppend. Kreisläufer Conrad "Beton" Meierhans plagt das Knie, Finn Kühlcke fehlte studienbedingt und laboriert an Rückenbeschwerden. "Stand heute haben wir keinen Kranken, aber die Trainingswoche war ruckelig." Dennoch hofft er auf "eine konkurrenzfähige Truppe", die dem Favoriten im "Spatzennest" alles abverlangt.


Textquelle: "Die Harke"

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