HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Philipp Keßler Von Achim lernen

Handball-Regionalliga: Nach zwei klaren Niederlagen will die HSG Nienburg gegen Oldenburg punkten

Nach zwei klaren Auftaktniederlagen in der Handball-Regionalliga geht die HSG Nienburg bereits mit einer kleinen, aber nicht zu unterschätzenden Portion Druck in die Partie gegen den TvdH Oldenburg. In der heimischen Meerbachhalle soll ab 19.30 Uhr der "Schalter umgelegt" werden, wie es Trainer Tobias Naumann fordert. Leicht wird dieses Ziel allerdings bei Weitem nicht.

Nach dem 22:39-Debakel daheim gegen die TSV Burgdorf II und dem anschließenden ebenfalls klaren 23:32 in Alfeld stehen die "Meerbachspatzen" vor der zweiten Heimpartie ganz am Ende der Regionalliga-Tabelle. Die Trainingseinheiten der vergangenen Tage haben zudem ebenfalls nicht dazu beigetragen, konsequent und intensiv an der Reduzierung von eigenen Fehlern - und davon gab es in beiden Begegnungen reichlich - zu arbeiten. Urlauber und Verletzungen erschwerten die Situation. "Wir konnten nur eingeschränkt trainieren und mussten vor allem Rücksicht auf unsere angeschlagenen Spieler nehmen", verrät HSG-Coach Naumann.

Fraglich bleibe auch am Samstag der Einsatz von Flügelflitzer Johannes Hain, der nach wie vor mit Oberschenkelproblemen kämpfe. Zuversichtlich sei Naumann jedoch bei Anton Borowski, der sich eine Blessur am Kopf zugezogen hatte, oder auch bei Sommerneuzugang Luis Lengauer. Ihm bereitete der Daumen Sorgen, doch mitsamt der Betreuung durch die Physiotherapeutinnen "sollte das bis zum Oldenburg-Spiel passen", führt Naumann aus. Auch Finn Kühlcke werde wieder im Kader stehen, während Kapitän und Kreisläufer Kai Bergmann noch ersetzt werden muss.

In der vergangenen Saison sahen die Weserstädter gegen den Turnverein vor dem Haarentor nicht sonderlich gut aus. Während das Rückspiel mit 27:32 noch relativ knapp verloren ging, fing sich die HSG im Hinspiel eine deftige 18:33-Auswärtsklatsche. "Wir haben auch gegen Alfeld letzte Saison gut ausgesehen und jetzt klar verloren - das müssen wir abhaken und diesen Wettkampf mit frischem Mut angehen", ist Naumann optimistisch. Oldenburg belegte am Ende der vergangenen Saison Tabellenplatz sechs, Nienburg überquerte auf Position zehn die Ziellinie.

Die Oldenburger starteten vor rund zwei Wochen mit einer 25:28-Auftaktniederlage bei Aufsteiger SG Achim-Baden in die neue Spielzeit. Im ersten Heimspiel wurde die HSG Grüppenbühren-Bookholzberg jedoch mit 25:16 abgefertigt. "Achim hat gezeigt, wie man Oldenburg schlagen kann", betont Naumann. Hier sei vor allem der Faktor Halle entscheidend gewesen. "Das hatten die Oldenburger wohl etwas unterschätzt. Zudem hat Achim mit einer guten Deckung und einer starken Torwartleistung gepunktet."

Der TvdH verfügt aber selbst über eine gute Deckung, die durch ihre Kompaktheit ihre Gegner regelmäßig verzweifeln lässt, wie zuletzt auch Grüppenbühren. Im Angriff darf sich Oldenburg auf seine stabile Achse aus souveränen Rückraumspielern verlassen, wie auf Jonas Rohde (Rückraum rechts), Leonard Fischer, Niclas Hafemann (beide Rückraum links) oder den dänischen Neuzugang Lasse Søballe Jensen.

"Wir werden nicht nervös und wollen die ersten Punkte in dieser Saison einfahren", bleibt Naumann gelassen, "wenn wir unsere technischen Fehler minimieren, dann ist durchaus etwas möglich. Wir haben ein Heimspiel - da ist ein Sieg das klare Ziel."


Textquelle: "Die Harke"

Zurück

 
 
 
 
   expand_more
expand_less
chevron_leftZurück