HSG NIENBURG | Meerbachspatzen

Nadine Hoppmann War es das schon mit dem Klassenerhalt?

Handball-Regionalliga: Die HSG Nienburg verliert den Kellergipfel gegen Himmelsthür mit 27:29

Verlieren verboten! Das war die Devise vor dem Auswärtsspiel der Regionalliga-Handballer der HSG Nienburg, wenn man den Anschluss an den Tabellenzwölften TuS GW Himmelsthür nicht verlieren wollte. Vier Punkte lagen die Hildesheimer vor der Partie vor den Rot-Schwarzen, und diese sollten in den letzten sechs Partien dieser Saison noch aufgeholt werden.

Daraus wurde in Hildesheim allerdings nichts, denn die "Meerbachspatzen" verloren auch gegen Himmelsthür mit 27:29 (12:14) und liegen bei nun fünf ausstehenden Partien fast aussichtslos mit sechs Zählern hinter dem TuS GW. Dabei fing alles sehr gut an: HSG-Trainer Tobias Naumann hatte in der Kabine anscheinend die richtigen Worte für sein Team gefunden, denn es war von Beginn an hellwach. Lasse Kocks Tore zum 4:2 (7.) und 7:4 (10. per Heber beim Siebenmeter) ließen es gut für die "Meerbachspatzen" anlaufen.

Bis zur 17.Minute, in der Kai-Uwe Bergmann das 11:6 markierte, hatte die HSG alles im Griff. Dann ging auf Nienburger Seite aber auf einmal gar nichts mehr. Der Heimsieben gelang dagegen plötzlich alles, sie holte Tor um Tor auf und zog davon. Der 7:0-Lauf bis kurz vor der Pause kam wie aus dem Nichts. Naumann nahm nach dem 10:11 (21.) noch eine Auszeit, aber auch die verpuffte, denn sein Team ließ reihenweise Torchancen aus und produzierte Fehler um Fehler.

Naumann: "Die Halle war warm, ich musste wechseln, um Jakob Naumann und Finn Kühlcke auch mal eine Pause zu geben." Dennoch war der HSG-Coach mit der Leistung seiner zweiten Garde nicht zufrieden, zeigte sich aber auch ratlos aufgrund des "Blackouts" seiner Mannschaft. "Keiner ist da auf dem Feld, der was macht." Zudem haderte er einmal mehr mit der Unkonzentriertheit und der hohen Quote an technischen Fehlern - 13 Minuten warf die HSG kein Tor.

Mit einem Zwei-Tore-Rückstand (12:14) ging es aus der Pause, und die HSG begann erneut stark. Nach sechs Minuten traf Johannes Hain zum 15:15, und Lasse Kock erhöhte auf 16:15 (37.). Die vorgezogene HSG-Abwehr stellte wie schon in der ersten Hälfte ihren Gegner vor einige Herausforderungen. Hinter einer griffigen Abwehr stand mit Tim Buschhorn erneut ein stark haltender Torhüter zwischen den Pfosten. Doch was seine Mannschaftskollegen vorne an Chancen vergaben, konnte auch er hinten nicht mehr ausbügeln. Trotz viermaliger Überzahl gerieten die Roten-Schwarzen ins Hintertreffen. Über 23:21 (53.) und 26:23 (57.) gingen die Punkte verdient an den Gastgeber.

Für die letzten fünf Saisonspiele zählen für die HSG nun im Prinzip nur noch Siege. Am nächsten Samstag kommt mit dem Northeimer HC der Tabellendritte ins "Spatzennest", der noch Chancen auf einen Aufstieg hat. Naumann abschließend: "Für die Köpfe der Spieler wäre der Anschluss wichtig gewesen." So muss Naumann in der kommenden Trainingswoche das richtige "Mindset" finden.

Statistik:

Buschhorn, Lüdersen - Kühlcke 3, Bergmann 7, Naumann 3, Hildebrandt 2, Kock 6/2, Hain 2, Fiebiger 3, Borowski 1, Lengauer, Meierhans, Meyer, Schulz, Schwermann-Jäger

Siebenmeter: 3/3 - 2/3

Zeitstrafen: 5 - 2 (Hildebrandt 2x)

Spielfilm: 2:4, 3:6, 6:11, 13:11, 14:12 (30.); 16:17, 21:19, 24:21, 27:26, 29:27 (60.)


Textquelle: "Die Harke"

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